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Gründung des Neubukower Carneval Club e.V.

 

 

 

Seit dem 01.03.1986 wurde nach langen ca. 30 Jahren der Ruhe der NCC - der Neubukower Carneval Club e.V. gegründet.

Es mußte erst ein Schuster aus Krempin kommen, um diese verträumte Stadt aufzuwachen.

 Gründungsmitglieder          Bruno Blank  (Präsident )

                                               Burkard Hardlich

                                               Wolfgang Jörn

                                               Kuno Gudions

                                               Dieter Schauer

                                               Helga Schauer

                                               Heike Köpp

                                               Inge Uhlig

                                               Frank Litschkow

                                               Michael Harms

                                               Fred Zieroth

                                              Jürgen Mattes

                                              Ralf Weber

 

Doch bald kamen noch andere Mitglieder dazu.

                                              

                                               Angela Grünert

                                               Lutz Grünert

                                               Hans Joachim Ehret

                                               Günter Langenberg

                                               Frank Bruhn

                                               Reiner Schult

                                               Karin Eckhardt

                                               Heike Langpap

                                               Armin Eisele

                                               Bernd Herrmann

                                               Jana Reichow

                                              

Am 11.11. 1986 sollte dann der erste Festumzug stattfinden.

In den nächtlichen Narrensitzungen wurde der Umzug vorbereitet. Es wurde diskudiert, beschlossen und verworfen, und wieder neu beschlossen.

In ihrer Freizeit arbeiteten die Mitglieder des NCC`s an die Ausgestaltung des Umzuges.

Endlich, es war dann soweit, die Reihenfolge stand fest und der erste Umzug in Neubukow konnte beginnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Erste Umzug am 11.11.1986

 

 

 

Die Mitglieder des NCC trafen sich schon früh am Bahnhof. Man fragte sich: Wie nehmen die Neubukower diese Narrenspässe auf.

In der Hoffnung, daß alle Darbietungen gelingen werden, setzte sich der bunte Zug in Bewegung. Die Blaskapelle Kessler sorgte für  Musik. Auch entsprechende Getränke wurden mitgeführt. Ein Bierfaß wurde auf einen Pferdewagen geladen. Helga bediente den Zapfhahn.

In der 1. Chronik ist zu lesen: „So manche Unachtsamkeit wurde ihr dann zum Verhängnis. Öffnete sie den Hahn, so fuhr der Pferdewagen an und manches Maß Bier tränkte die Burchardstraße und die Wismarsche Straße.“

Es wurde viel Lärm gemacht, so daß bald viele  Neubukower neugierig am Straßenrand standen.

Aber auch Pele hatte die Lacher auf seiner Seite. Pele auf seinen Rollschuhen landete mitten auf den Zebrastreifen auf seinen Allerwertesten.

 

Auf dem Markt spielte Kuno Discomusik und heizte die vielen Zuschauer tüchtig an.

Die Zeit bis um 11.11. Uhr verging viel zu schnell.

 

Mit Rufen wie „Bürgermeister komm raus“ wurde in Neubukow die fünfte Jahreszeit, die Narrenzeit eingeleitet.

Der Bürgermeister  wurde von zwei Damen des NCC zur Apothke begleitet.

Zur großen Freude aller Narren und Närrinen wurde ihm eine übergroße Narrenkappe übergestreift. Von unserem Bürgermeister waren nur noch Kappe und Schultern zu sehen.

Hier versprach Herbert Winter den NCC zu unterstützen. 1000,00 Mark sollte aus der Stadtkasse fliessen für die Erstausstattung an Kostümen und Dekoration.

Aber wie sich später herausstellte, löste er sein Versprechen erst nach einem Jahr ein.

 

Besonders begeistert waren die Kinder über die NCC  - Bonbonschleuder.

 

Der erste Umzug des NCC endete mit Schunkelliedern und  mit Tänzen für Groß und Klein.

Für das ganze närrische Volk war die Veranstaltung  ein großer Erfolg.

 

Den Nachmittag und den Abend verbrachten die Mitglieder des NCC bei Familie Schauer.

Bei  guter Laune und Stimmung ließ man den Tag ausklingen.

Februar 1987

 

Neubukow -  wach auf!

 

Nach der Übernahme der Regierungsgewalt in Neubukow am 11.11.1986 durch den Carneval Club sollten dann die ersten gut vorbereiteten Veranstaltungen staattfinden.

Laut einem Protokoll, vor den Veranstaltungen, ohne Datum, war die Aufgabenverteilung des Elferrates folgender Maßen verteilt:

 

Wolfgang Jörn                                                                     Ausgestaltung

 

Jana Reichow                                                                      Männerballett, Funkengarde

Burkhardt Hadlich

 

Kuno Gudions                                                                     Disko, Zwischeneinlagen

Ralf Weber

 

Inge Uhlig                                                                            Büttenreden

 

Jürgen Matthes                                                                    Finanzen, Anwesenheit

 

Dieter Schauer                                                                     Versorgung

 

Bruno Blank                                                                        Ausarbeitung Strategien, Beschaffung

Fred Zieroth                                                                        Material, Kontakte zu Institutionen

Michael Harms                                                                    Kostüme (z. Teil)

                                                                                           Leitung des Elferrates

 

Die Standarte wurde von Schneidermeisterin Frau Erika Herrmann aus Haldesleben gefertigt.

Angela Grünert nähte die ersten Kostüme. Für den Elferrat waren es Westen aus Feudel, die mit wenig Litze besetzt waren. Die Funken bekamen weiße Röcke aus Bettlaken, die von der damaligen Wäscherrei gesponsort wurden. Die weinroten Westen wurden aus einen Theatervorhang genäht. Selbstgefertigte Stulpen von Bruno Blank und gebastelte Kappen aus Pappe, von Angela Grünert. Die Röcke für das Männerballett wurden aus Gardinenstoff genäht.

Von Bruno Blank wurden aus Leder die Narrenkappen hergestellt Ein Narrenglöckchen fehlte an der Kappe natürlich nicht.

 

Das Thema der ersten Karnevalveranstaltung war 1000 und eine Nacht Nach diesem Motto wurde das Programm erarbeitet.

Nach vielen Stunden des Probens, vieler Aufregungen und Anstrengungen stand das Programm fest.

Viel Zeit benötigte auch Lutz Grünert und sein Team für die Bühnendekoration.

Die Ausschmückung des Saales erfolgte von allen Mitgliedern des NCC.

 

Auftakt der Veranstaltungen war am 26.02. 1987 der Rentnerfasching, der gleichzeitig die Generalprobe war.

 

Mit Stimmungsmusik und Witzen heizte Kuno das Publikum an. Nach einer kurzen Pause erklang der Narrhalla-Marsch. Beim Einzug der Mitglieder des NCC im Saal (Essenraum der Georg-Ewald-OS) stellte der Präsident etwas zerstreut fest, daß fünf Mitglieder fehlten.

Sollte das schon die erste Panne sein?

Aber nein.

Es erklang noch einmal die Musik und in einen „eichernen“ Sarg trugen vier Männer Heinrich Schliemann, den Entdecker von Troja, in den Saal.

So wie Neubukow aufwachen sollte, so sollte auch Schliemann mit den Schlachtruf „Neubukow - wach auf!“ erwachen.

 

Unter ein lautes knarrendes Geräusch hob Metre Jürgen den Sargdeckel an und half  den unter Spinnweben versteckten Heinrich Schliemann aus dem Sarg. Da er schon einmal erwacht

 war, erklärte er sich bereit in die Bütt zu steigen.

 

Bild Schliemann im Sarg

Bild Schliemann in der Bütt

 

Heinrich Schliemann (Bernd Herrmann) stellte voller Bewunderung zahlreiche Veränderungen in seiner Geburtsstadt fest.

 

Auszüge aus der Bütt

 

Für sein nochmaliges Erscheinen in Neubukow und als Entdecker von Troja bedankte sich der Präsident Bruno Blank mit einer Schachturkunde für das abgebrannte „Hotel am Markt“.

 

Die sieben Küken, die erste Funkengarde in Neubukow, tanzte unter viel Applaus ihren Marsch.

 

Bild Funken

Von links: Anje Zimmermann, Ines Uhlig, Beatrice  Müller, Juliane Eckhardt,, Christel Deffke, Kathrin Kindel und Andrea Nettekoven

 

Fred, „das Mopgirl“, sprach mit voller Überzeugung über die Gleichberechtigung des Mannes und forderte „das Jahr des Mannes“.

 

Auszüge aus der Bütt von Fred Zieroth

 

Ich fordere die Gleichberechtigung des Mannes!

 

Vor 4 Jahren waren wir bescheuert,

da wurde das Jahr unserer Frauen gefeiert.

Aus diesem Grunde haben die Alten und die Jungen

noch stärker als sonst den Pantoffel geschwungen.

 

............................................................................

 

Schau ich mir die Frauen heut`an, erkenne ich ganz offen,

- bemalt, geschminkt und halbwegs besoffen.

Dagegen die Männer, ja so ist das heute eben,

sitzen still, bescheiden und nüchtern daneben.

 

Die Frauen sind das schwache Geschlecht, wie es heißt,

gut, abends im Bett unterliegen sie meist,

doch sind sie einmal gut drauf vorbereitet,

meist  von einer Wolke Intimspray begleitet,

die Pille geschluckt, gedämpft rotes Licht,

sie haben die Kür, doch wir Männer wir haben die Pflicht!!!

 

Ich sehe mir das jetzt nicht mehr länger an

und fordere mit Nachdruck das „Jahr für den Mann“!!!

 

Bild Fred in der Bütt                                     

 

„Die Küken“ tanzten nach einem Diskosound. Sie zeigten Bein und Bauch und begeisterten damit das Publikum.

 

Auch der Sohn von von Käpt`n Braß war mit dabei. Mit einem Minimoped fuhr er in den Saal.

 

Bild M. Harms auf  Moped

 

In seinem Enterhaken verfing sich so manches Problem der Stadt. Geentert wurde ein Bäcker, ein Friseur, das Rathaus................

 

Auszüge aus der Bütt von Michael Harms

 

„Letztes Jahr wurd`s groß verkündet,

der NCC ist grad gegründet!

Auch unser lieber Bürgermeister,

der hörte es und tat gleich einen Schwur,

den NCC, den unterstützen wir,

dann ham wir gleich in unser Stadt - Kultur

und wenn`s auch sei ein wenig nur.

Er spendete gleich 1000 Mark,

das fanden wir unheimlich stark.

Wir dachten nur,

der Mann hat was übrig für Kultur.

Doch dann sahen wir den Schein mal richtig an,

da war nichts dran.

Drum Herbert, laß es mich verkünden,

mit leeren Worten  - wirst du kaum Freunde finden.

Ja, leere Worte, wir verstehn,

so kann`s mit unser Stadt nicht vorwärts gehen!“

 

„Ich hoffe nur,

es wird nicht zur Routine,

der tägliche Blick aus dem Rathaus - auf unsere Stadtruine!

Drum ruf ich eucch im Rathaus auf,

brüht euch nicht soviel Kaffee auf,

dann geht auch die Kultur nicht drauf!“

 

„Ich denk auch an die Bäckerei,

ich glaub, es sind im Orte zwei!

Die Brötchen, die auch nicht viel wiegen,

die sind dort wirklich schlecht zu kriegen!

Sie sind sehr klein, aber fein,

trotzdem beiß nur mit Vorsicht rein,

denn sonst und diese Möglichkeit besteht,

daß dir ein Zahn mal flöten geht!

Doch ist so was auch gescheh`n,

darfst du nicht gleich zu Boden geh`n!

Und trotz der Tränen die geflossen,

mußt du dir immer wieder sagen,

es ist ja in den heutigen Tagen

nicht einfach solche Delikatessen

wie „Riewe Brötchen zu essen!

Und die Moral von der Geschicht - ist offen zu sehn,

Konkurrenz wär manchmal auch ganz schön!“

 

„Auch im Bereich der Dienstleistungen,

da gibt es ein paar böse Jungen!

Von einem will ich euch erzählen,

er tut sich als Friseur durchs Leben quälen!

Ich glaub, ihr wißt schon wen ich werd`meinen,

ja, ja ihr habt recht, daß ist der mit den vielen Scheinen!

So viele Scheine hat der Mann,

daß er sich leisten kann,

sicch zu halten nur ganz wenige Kunden!

Er hat seinen Laden gut in Schwung,

er arbeitet ja nur mit Vorbestellung!

Manch Kunde aber in Wut gerät,

weil er so was nicht versteht.

Doch diese Menschen muß ich sagen,

sie sollten nicht verzagen,

denn irgend wann und daß ist zum piepen,

wird`s auch mal den Friseur anschieten.

Stellt euch doch nur mal folgendes vor:

So abends in intimer Situation ,

ich glaube - worauf ich hinaus will - wißt ihr schon!

Unser lieber Friseur fühlt sich noch mal jung,

er steht am Bett seiner Frau,

zieht seine Hose runter, so richtig mit Schwung!

Doch da ruft seine Frau:

Halt!

Bedienung nur mit Vorbestellung!

 

So eine Bütt ist gar fein, brachte aber auch viel Ärger ein.

 

Den nächsten Programmpunkt „Die kleine Kneipe auf unserem Marktplatz“ brachten die

„3 Neubukower Nachtigallen dar. Der Text schilderte unser „Hotel am Markt“ in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

 

Refrain für 1. und 2. Strophe:         Die kleine Kneipe auf unserem Marktplatz

                                                     war wohl das erstbeste Haus hier am Ort.

                                                     Das war `ne Kneipe auf unserem Marktplatz -

                                                     Heut räumt man nicht mal die Trümmer fort.

 

Refrain für 3. Strophe:                   Die große Kneipe auf unserem Marktplatz

                                                     wird wohl das erstbeste Haus hier am Ort.

                                                     Das wird `ne Kneipe auf unserem Marktplatz -

                                                     Tragen wir gemeinsam die Trümmer fort.

 

Der Text und die Melodie luden zum Mitsingen und Mitschunkeln ein.

 

Bild 3 Nachtigallen

        Heike Köpp, Inge Uhlig und Ralf Weber

 

 

SERO - Mann Gotthilf alias Rainer Berger war der letzte Büttenredner in der Runde.

Mit Witz sprach er über Flaschen, Gläser und Papier. Sogar einen Trabant kann man sich dafür kaufen.

 

Mit einem Lied vom Geiger stellte Wolfgang Jörn seine musikalischen und malerische Fähigkeiten vor.

 

Bild:

 

Kuno kündigte dann an, daß ein Scheich mit seinen Haremsdamen extra nach Neubukow eingeflogen wurden.

Der Scheich wurde hereingetragen. Es erklang orientalische Musik und die Haremsdamen schwebten leicht bekleidet und verschleiert über das Parkett.

Mit einem Bauchtanz brachte das Männerballett den ganzen Saal zum Toben.

Zugaben blieben da nicht aus. Mit sehr viel Beifall wurde das Männerballett verabschiedet.

 

Bild : Männerballett

        Hans Joachim Ehret, Fred Zieroth, Reiner Schult, Frank Bruhn, Bernd Herrmann,

       Lutz Grünert, Michael Harms, Armin Eisele, als Scheich Günter Langenberg

 

Es erklang das Lied „ Die Polonaise ....“ und sofort waren im Saal fast alle Leute auf den Beinen.

Alle Mühen der NCC - Mitglieder hatten sich gelohnt. Es war ein gelungenes Programm

Noch lange sprach man in Neubukow über den ersten Karneval.

Neubukow - wach auf! Das muß man in Zukunft nicht mehr sagen.

Neubukow ist aufgewacht.

 

In der OZ wurde nur über den Satower Karneval berichtet.

Heike Köpp schrieb einen netten Brief an den Lokalredakteur.

 

Brief  

 

Eine Woche nach den Veranstaltungen erschien in der OZ der von ihr verfaßte Artikel.

 

OZ-Artikel 

 

 Die Gespräche über die Karnevalveranstaltungen sollten damit noch nicht beendet sein. Im Rathaus mußte man Beschwerden vom Bäcker und Friseur entgegennehmen.

Im Schriftverkehr zwischen Friseur und  NCC wurde die Büttenrede von Michael Harms noch einmal ausgewertet. Der Friseur forderte eine schriftliche Stellungnahme und eine Entschuldigung. Er drohte, juristiscche Schritte einzuleiten.

Es folgte eine schriftliche Stellungsname des NCC und in einer Aussprache mit dem Friseur,

eine mündliche Entschuldigung. Damit sollte nun entgültig die erste Karnevalsaison abgeschlossen sein, denn das nächste Ereignis sollte vorbereitet werden.

 

Zur Finanzierung der Kostüme und Dekoration waren einige Mittel nötig.

Am 07.05.1987 wurde von den NCC_Mitgliedern ein Arbeitseinsatz in der Forst Wismar durchgeführt. Laut Kassenbuch erhielt man dafür 810,00 Mark.

 

 

11.11.1987

 

Der Umzug

 

Treff zum Umzug war, wie im letzten Jahr, am Bahnhof.

Leider war an diesem Tag trübes Wetter, daß beeinträchtigte aber nicht die gute Laune der Karnevalisten.

Der Neubukower Spielmannszug begleitete musikalisch den bunten Zug.

Zum ersten Mal wurde die neugestaltete Standarte vorangetragen.

Schon in diesem Jahr beteiligten sich einige Betriebe am Umzug. Die LPG (P) Neubukow stellte einen  Traktor und Hänger zur Verfügung. Geschmückt und ausgestattet wurde der Hänger von den Mitgliedern des NCC. Die Pferdesportsektion Moitin war mit mehreren Reitern dabei.

Auf einem Pferdegespann wurde die, bei den Kindern beliebte, Bonbonschleuder mitgeführt.   Freibier wurde von der Bahnhofgaststätte Schauer verteilt.

Auf dem Markt wurden die vielen Schaulustigen von Kuno mit Simmungsmusik und Witzen angeheizt.

Pele (Wolfgang Jörn) war wieder mit seinem Rollschuhen unterwegs und verteilte besonders große Brötchen, die von der Konsumbäckerei gesponsert wurden.

Der Bürgermeister wurde von zwei Damen des Elferrates zur Apotheke begleitet. Es erfolgte die Schlüsselübergabe und dieses Mal auch die Übergabe der versprochenen 1000,00 Mark.

Auch eine Spende in Höhe von 1000,00 DM wurde von der LPG (P) übergeben.

 

Abendveranstaltung

 

Nach den Einmarsch des Neubukower Carnval Club tanzten die Funken nach einem Marsch. Es folgte die Begrüßungsrede des Präsidenten Bruno Blank.

Mit Schunkellieder brachten Heike Köpp, Inge Uhlig (Gesang) und Jana Reichow (Akkordion)

die Karnevalisten in Stimmung.

Rainer Berger begeisterte alle mit seiner Bütt.

Die Funken tanzten noch einmal nach einen Discosound. Die Stimmung errreichte Ihren Höhenpunkt.

Die Mitglieder des NCC hatten sich etwas Besonderes ausgedacht. In den anderen Clubs des Kreises Bad Doberan gab es Prinz und Prinzesin aber in Neubukow sollte eine Miss Carneval

gewählt werden.

Die Männer des NCC wählten sechs Frauen aus dem Publikum aus. Mit Tanz und man sollte auch dabei etwas „ablegen“, sollte der Betreiber des Sexometers und natürlich das Publikum begeistert werden. Lydia Fahed  stellte unter Beweis man so alles „ablegen“ kann, nämlich  alles was man so in einem BH verstaut bekommt, Taschentuch, Schlüsselbund, Geld, Uhr usw. Der Ausschlag des Sexometers, das von Dieter Schauer bedient wurde und der Applaus zeigten an, wer die erste Miss Carneval in Neubukow wurde, Lydia Fahed.

Lydia Fahed begleitete für eine Saison den Präsidenten.

 

Um auch die nächste Veranstaltung finanzell absichern zu können, gab es noch weitere Auftritte. Am 28.11. 1987 in Krempin und im Dezember bei einer Weihnachtsfeier in der LPG (P) Neubukow.

 

 

 

 

4. Präsidententreffen

 

der Karnevalklubs des Bezirkes Rostock

 

Am 21.11. 1987 fand in Barth das 4. Präsidententreffen statt.

Der Neubukower Carneval Club, vertreten durch Michael Harms, Angela Grünert, Heike Köpp, Bruno Blank, Karin Eckhardt, Fred Zieroth, Lutz Grünert und Wolfgang Jörn, waren das erste Mal bei einem Treffen.

Eingeladen wurde vom Bezirkskabinett für Kulturarbeit Rostock.

 

Einladung

Teilnehmerausweis

 

Es waren 5 Arbeitsgruppen tätig:

 

- Büttenreden/Wertbeiträge

- Tanzdarbietungen

- Karnevalslied/Schlager

- Programmgestaltung/Dekoration, Licht und Ton

-  Rechtsfragen/Finanzierung/fachliche Anleitung

 

Es erfolgte anschließend eine Auswertung und Einschätzung der Arbeitsgruppen.

 

Alle Arbeitsgruppen wählten für das Abendprogramm die besten Darbietungen aus.

Zuvor bot der gastgebende BCC jedoch eine Show und läutete seine 1. Karnevalsaison ein.

Anschließend waren dann die Beträge der Gäste-Klubs zu bewundern.

Auszeichnungen wurden natürlich auch vorgenommen, so die Klubs aus Satow, Grimmen und Barth als „Ausgezeichnete Volkskunstkollektive“ und der Klub aus Markgrafenheide als „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“.

 

Bild

OZ Artikel ?

 

Im Eulenspiegel erschien zum Präsidententreffen ein Artikel. Erwähnt wurde der Neubukower Präsident.

„Während alle anderen im festlichen Ornat erschienen, gefiel er sich im abgewetzten Bürokratenanzug: geduckter Haltung, schleichender Gang, Uraltaktentasche.“

Er hatte sich noch weitere Vergehen zuschulden kommen lassen, die schon vom NCC erwähnt wurden.

Zu beachten wären auch noch die Schuhe des Schusters.

Laut eigener Aussage dauerte bei ihm die Reparatur der Schuhe ein paar Wochen, da er die Schuhe auch noch tragen mußte.

 

Artikel Eulenspiegel

 

 

Neubukower Carneval Club e.V. | www.ncc-neubukow.de